Weiter geht es mit den beiden Super Klassen, Super Gas und Super Comp sowie Competition Eliminator.

Super Gas:

Zwanzig Teilnehmer qualifizieren sich auf ein 16er Feld. Italien setzt sich zweimal an die Spitze. Oscar Scappochin mit dem gelben „Goin’ Banana“ Racer gleich in Q1 als Top Qualifyer. 9.904 Sekunden seine Zeit auf den 9.0 Sekunden Klassenindex. Oscar war mit seinem Gemelli Racing Team bereits zu den PRD angereist und hat ausgiebig getestet. Rang zwei belegt der italienische Vorjahressieger Andrea Villi, mit dem weißen ex- Eisenhauer Camaro, auch nur +0.007 Sekunden vom Klassenindex entfernt. Nicht im Feld sind der Undertaker, Ulrich Kegelmann, dessen Apache Truck nicht ganz SG reif ist, zudem aber an diesem Wochenende nicht ganz so spritzig daher kam wie in der Vergangenheit bekannt...

Schade für die Eheleute Kegelmann. Thomas Kemp mit dem roten Käfer hat nach Q1 einen Schaden davon getragen und konnte nicht weiter antreten. Caas van der Mosselaar auch nicht im Feld, ebenso wie Enrica Balio aus Italien, der die ex- Zippel / Pretzsch Nova pilotiert.

Zum Rennen: Top Qualifyer Scappichin setzt sich dank besserer RT gegen Patrick Geng durch. Der Mann aus Bavaria somit in Runde 1 schon im Feierabendmodus. Ein „teaminternes Duell“. Markus Habermann gegen Sven Damms. Sven Damms hat mit Videoaufzeichnung seine Lachgasnova im laufe des Qualifyings flott bekommen und sich in Runde 1 mit neuer PB von 9.4 Sekunden und einem massigen Breakout verabschiedet. Das Fahrwerk funktioniert nun, das lässt auf die Zukunft hoffen, die Rock n Roll Maschine läuft. Aber für dieses Rennen ist Markus Habermann mit dem BMW Dragster weiter (2013 bisher das Einsatzgerät von Gerd Habermann in der SE Serie). Mike Poser hat gegen den an Nummer drei qualifizierten englischen Tarnkappen Willys das nachsehen. Jon Giles ist somit weiter in Runde 2. Werner Zudrell, das SG Urgestein aus Österreich, gewinnt gegen Jan Zimmermann, der sich das Auto mit Jens Könnecke (Pro ET) teilt. Die beiden Norddeutschen sind dieses Jahr fleißig zu zweit mit der Chevelle unterwegs. Carlo Heym, in dem ehemals von Papa Dirk Peiler bewegten legendären SG Dart, fährt seine erste Saison mit einem Türauto. Er ist der 2012er Super Pro ET Challenge Gewinner (noch im Kranausleger) und ist sehr glücklich mit seinem neuen Spielzeug. Er tritt gegen Andrea Villi an. Der Italiener wird von Carlo an der Ampel erst einmal um 5/100 Sekunden erleichtert, kann aber auf der Strecke an Carlo vorbeifahren und den Lauf für sich gewinnen. Somit das aus für den jungen Berliner. Stevan Reffelrath aus den NL hat einen Byerun, da sich Dieter Götz vom Bad Black Chevy Team der Herausforderung nicht stellen kann. Reffelrath fährt die ex van Leersum blown Nova. Ronald van Let fährt ein Rotlicht gegen Thomas Günther, dessen blauer blown Mustang zum Verkauf angeboten ist. Jan Hardekopf setzt sich leicht gegen Halvor Overby aus Schweden durch, der Opel Kapitän Treter startet normalerweise europaweit in der Klasse Super Street mit einem 10.9er Index und kann hier seine Außenseiterchancen nicht nutzen. Der Routinier aus dem Schwäbischen weiter in Runde zwei.

Runde 2:  Scappochin gewinnt gegen Markus Habermann an der Ampel, dort lässt sich der Mann aus dem DHL Gerd Habermann Racing Team zu viel Zeit. In einem anderen Match ist der MOV 34/1000 Sekunden (Vorsprung im Ziel -  Margin of Victory) für Jon Giles gegenüber Werner Zudrell. SG Racing vom feinsten. Villi schläft an der Ampel etwas gegen Reffelrath und muss aufholen, doch dabei bricht er aus, da der Holländer mit 9.98 Sekunden keinen Fehler macht und in das Halbfinale vorfährt. Thomas Günther und Jan Hardekopf brechen beide aus. Jan etwas näher am 9.90 Sekunden Index und somit im Halbfinale.

Halbfinale: Italien, England, Niederlande und Deutschland fahren einen aus. Hardekopf gegen Reffelrath ist das erste Duell, der Niederländer kommt weiter, da Jan Hardekopf erneut ausbricht und den Sieg verschenkt. Italien kommt gegen GB weiter, Jon Giles kann zu dem Lauf nicht antreten und Scappochin ist im Endlauf. Im Finale schläft der Italiener an der Ampel und muss aufholen. Das gelingt ihm zwar, ist aber zu schnell und schenkt den Sieg an Stevan Reffelrath aus den Niederlanden.

Spannende Sache dieses Rennen, da kommt Freude auf.

Super Comp: Hier bewerben sich 10 Fahrer auf ein 8er Feld. Fred Hanssen, genau, der ex- FIA Top Methanol Dragster Europameister, stellt sich auf Position 1. Bambergen (CZ) und Pedersen (DK) nicht im Feld.

Runde 1: Fred Hanssen hat es mit Manuel Kreiter vom Bodensee Dragraceteam zu tun. Der Deutsche hat den wuchtigen NOS unterstützten Bel Air mittlerweile konkurrenzfähig schnell, fährt aber ohne Throttlestop (wie auch Hansen sich ganz auf das Popometer verlässt) und hat nun die Schwierigkeit das Gerät konstant am Index zu bewegen. Er muss erst einmal das Feintuning hinter sich bringen. Hier bricht Manuel leider aus, so dass Hanssen in Runde 2 kommt. Gerd Habermann mit dem VW Pickup ist an der Ampel schneller als Shari Koene mit ihrem Dragster aus den NL, doch auf der Strecke schafft er nur 9.2 Sekunden, was die Junge Dame bereitwillig annimmt und an dem Routinier vorbeizieht. Dann bricht Eric Mathis gegen Markus Ochsner aus und der Schweizer im roten Pickup (geschichtsträchtiges Fahrzeug, wurde in den 80ern schon in der Klasse Pro Street erfolgreich bewegt. Das waren die Pro Mod Vorläufer) ist weiter. Hans Peter Amerer, der Konnie Kalitta aus Österreich (beider haben eine Fluglinie und betreiben Dragracing) macht beim stagen einen Fehler, er staged „deep“. Das bedeutet, dass er die oberen beiden Stage Lampen wieder ausmacht, da er zu nah an die Startlinie vorgerollt ist. Das ist in den Super Klassen verboten (und auch aktuell in der 100sten Street von Benni „the Voice of Germany“ sehr ausführlich beschrieben – nein ich bekomme dafür kein Geld). Das ist der erste Fehler des Laufes und Ausscheidungsgrund. Da spielt es auch keine Rolle, dass Reiner Ziegler mit seinem Nostalgia Slingshot ausbricht.

Halbfinale: Ochsner gewinnt gegen Ziegler, der an der Ampel eine halbe Sekunde liegen lässt. Fred Hanssen gewinnt gegen Shari Koene, die an der Ampel etwas schläft und dann auf der Strecke ausbricht. Im Finale dann lässt Ochsner auf der Strecke ein paar Tausendstel zu viel liegen und Fred Hanssen gewinnt die SC Klasse der 2013er NitrOlympiX. Da hat sich die extrem weite Anreise für ihn auf jeden Fall gelohnt. Er kommt aus dem Norwegischen Norden.

Competition Eliminator, die schnellste Sportsman Klasse. Ich verspüre eine kleine Renaisance  dieser Kategorie. In Drachten und Pod ist die Klasse auch wieder ausgeschrieben, nachdem sie von den Entrylisten ein paar Jahre entfernt waren. Hier wird mit einem Fahrzeugindex, nicht Klassenindex gearbeitet. Gewicht, Hubraum und Aufladung werden zusammengebracht und ergeben eine Zeit für jedes einzelne Auto. Hier darf und muss man sogar schneller als sein Index fahren, will man eine Siegchance haben. Die unterschiedlichen Indexe werden an der Ampel ausgeglichen, wer am Ende zuerst im Ziel ist hat den Lauf gewonnen, Breakout gibt es nicht. So läuft diese Geschichte. Zum Qualifying. Meierhofer, Strauch, Sattler und Pretzsch machen die ersten 4 untereinander aus. 10 Teilnehmer bewerben sich auf ein 8er Feld. Micha Vogt und Bernard Saz müssen am Ende zuschauen. Silvio Strauch brettert in Q1 erst einmal mit dem Rockwell Dragster (Rockwell übrigens auch neuer NitrOlympiX Eventsponsor) in Europarekordzeit für seine Kombination Smallblock / Blower / Dragster (AB/D) die Bahn entlang. Er holt sich mit diesem Lauf seinen Europarekord zurück, den er zuvor schon einmal inne hatte. Gratulation, das bringt ihn mit –0.788 Sekunden auf den Index in 6.562 Sekunden (345 Km/h) ins Ziel und Rang 2 in der Quali. Yihaaa. Ingo Ekert ist als Fünfter qualifiziert. Er will mit dem ex- Pro Mod in die 6er Zeiten. Per Svedberg bewegte das Chassis früher in Pro Mod und Top Doorslammer und der Motor stammt aus Marco Maurischats Renner, das bekannte „Chuck Norris“ Aggregat. Ingo’s Team wurde am Wochenende vom „Professor“, Björn Lähndorf himself, Kirsten Krause von den „Schöfers“ und Sascha Wohlfahrt unterstützt. Die 6 hat er knapp verfehlt, dafür eine PB von 7.01 Sekunden auf 299 Km/h erreicht.

Runde 1. Rene Meierhofer hat einen Byerun, da Ingo Ekert nicht antreten kann. Robin Sattler hat mit Jürgen Schomann im Master of Desaster leichtes Spiel, Schomann kommt noch nicht unter seinen Index, somit der Hanauer Sattler weiter. Silvio Strauch fährt gegen Zoltan Kohari aus Ungarn ein Rotlicht und ist auch draußen. Johann Oomen mit seinem Lachgas Doorslammer schafft den 7.16 Sekunden Index noch lange nicht, somit leichtes Spiel für Sascha Pretzsch aus der Französisch sprechenden Schweiz. Er fährt ebenfalls einen Lachgas Doorslammer aber mit 7.72 Sekunden Index.

Runde 2: Meierhofer gegen Sattler, das letztjährige Finale, die Paarung ist eh schon ein Klassiker. Bei der ersten Austragung hat es einen Fehler in der Zeitnahme gegeben, den Re-run entscheidet Meierhofer für sich. Im anderen Halbfinale setzt sich Sascha Pretzsch gegen den Ungar Kohari durch. Das Finale ist dann eine Angelegenheit für Meierhofer, der in seinem Smallblock Doorslammer mit Drehzahlen über 10000 Umdrehungen nichts anbrennen lässt und Sascha Pretzsch mit Rang zwei zufrieden sein muss.

Text: Markus Münch

PS: Bilder des Renngeschehens werden nachgereicht.

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