Teamreportagen

08
Jul
2011

Team Schlegel und der neue Motor

Geschrieben von: Markus Münch | Kategorie: Teamreportagen

Aus aktuellem Anlass unterbrechen wir die Sommerpause für diese News:
Hier wieder ein Update vom Team Schlegel und ihrer Saison, so wie sie bisher verlaufen ist.
"Hi,
schon ist wieder eine lange Zeit seit dem letzten Mail vergangen. Schick Dir wieder mal ein paar News.
Kurz vor dem Rennen der Trophée Francais in Chaumont ist der neue Motor nach vielen Pannen endlich angekommen. Voller Erwartung haben wir die Kiste geöffnet und das neue "Wunderding" ausgepackt. In schönem Alu-Glanz lag die neue Ölwanne vor uns. Schade, dass die passenden Spezialschrauben und Dichtungen nicht dabei waren. Schade auch, dass die Ausparung für den Anlasser zu klein ist. So mussten wir uns die Ölwanne des alten Motores entlehnen und dort ausdengeln, wo der Kurbeltrieb zu wenig Platz hat.
Es gab noch einige andere Dinge, die nicht gepasst haben. Mit viel Arbeit konnten wir dies aber beheben. Gross war die Freude, als wir uns auf den Weg nach Chaumont gemacht haben. Wir konnten am Donnerstag Abend einen Probe-run fahren, der uns mit 13.5 Sek. doch ein paar Sorgenfalten auf die Stirn gezaubert hat. Langsamer als ein Public Racer. Aber eben, erst muss das richtige set up gefunden werden. Das Transbrake funktioniert nicht, der Solenoid der Schaltung geht nicht richtig usw. Den Freitag haben wir damit verbracht, das Elektrische in Ordnung zu bringen und am set up zu feilen. War ja die erste Möglichkeit füruns, den Motor überhaupt mal richtig laufen zu lassen.

Juli_update1Juli_update1

Mit 3 weiteren runs konnten wir die gefahrene Zeit dann auf 9.8 Sek. Senken.Immer noch kein guter Wert für den neuen Motor, aber wir waren auf dem richtigen Weg. Auch wenn Martin, Eigentümer und Fahrer, immer gemeckert hat, dass der alte Motor viel giftiger war.
Der 5 run, schon langsam im Renngeschehen drin, hat uns dann einen starken Gegner beschert. Mit funktionierendem Transbrake und manueller Schaltung hat Martin einen genialen burn out hingelegt. Nach der Startfreigabe war unser Chevy immer ein Stück schneller als unser Gegner und so haben wir das Timeslip mit freudigem Grinsen abgeholt. Bis kurz vor der Viertelmeile war Martin tatsächlich einiges schneller, dann ist der Chevy aber total eingebrochen. Die Erklärung von Martin war, dass er den Motor nach plötzlich auftretenden klopfenden Geräuschen sofort abgestellt hat. Wieder stand eine 9.8 auf dem time slip. Was hätten wir wohl für eine Zeit gehabt, wenn Martin voll hätte durchziehen können?

Juli_update2Juli_update2

Also ab und den Motor checken. Metallteile in der Ölablassschraube liessen nichts gutes erwarten. Die dann in der Ölwanne gefundenen Teile waren aber viel grösser und entpuppten sich als Restteile eines ehemaligen Kurbelwellenlagers. Damit war für uns das Rennen schlagartig beendet und wir fuhren frustiert nach Hause.
Nach dem Auseinander nehmen des Motors konnten wir folgende Schäden
feststellen:
- alle Kurbelwellenlager kaputt
- 2 Pleuel kaputt
- Kurbelwelle blau angelaufen und unwuchtig (die ist wohl beim Bau jemanden
runtergefallen oder so)
Somit standen einige Diskussionen mit dem Motorenbauer in den USA an. Ein Schuldgeständnis gab es natürlich nicht, doch haben wir schlussendlich die benötigten Neuteile zum halben Preis erhalten.

Juli_update3Juli_update3

So werden wir in der nächsten Zeit den Motor wieder neu aufbauen. Zwei Rennen der Trophée Francais haben wir inzwischen verpasst. Hoffen wir, dass man wenigstens unsere Anmeldung für die NitrOlympx akzeptiert, sonst besteht unsere Saison dieses Jahr nur noch aus dem letzten Rennen in Frankreich, einem Showanlass im Tessin und einer Ausstellung. Herzlich wenig für eine
Saison
Liebe Grüsse
Söndy"
Text und Bilder Team Schlegel

   
23
May
2011

Schubys Malmö Review

Geschrieben von: Markus Münch | Kategorie: Teamreportagen

Schuby gewinnt tatsächlich die Klasse Supro ET bei den Camro Nationals in Malmö. Was hat er dazu zu sagen? Lest selbst und genießt die Worte des Beschleuniger Sponsors und Sympathen aus Techau (fast bei Fehmarn).
"Moin,
bin heute morgen um halb acht in Deutschland angekommen und durfte auch gleich wieder arbeiten (SCHEISSE). Daher kann ich dir erst jetzt schreiben (danke sehr flott...). Nachdem wir noch ein paar anpassungsarbeiten am Intake vorgenommen hatten und das Auto eimal richtig durchpoliert haben sind wir mal ins Line up gefahren um mal zu sehen ob sich die ganze mühe gelohnt hat.
Allerbest, gute RT und new PB. Da mein Auto das erste Mal über 200 kmh gelaufen ist, standen fünf Minuten später gleich die Scuteneering Typen bei mir und sagten mir das ich den Parachute antüddeln muss. Hatte ich ja alles dabei, nur vorher nie gebraucht. Also rangetüddelt und Scuteneering angerufen. Dem hat aber der Karabinerhaken nicht gefallen. Ich rüber zu Adam Flamholc und um Hilfe gebeten. "Kein Problem",  sagt Adam. "Ich lass die passende Aufnahme schweißen, ist in 2 Stunden hier". Alles klar hab ich gedacht,ich lass mir doch den Topqualifeier nicht wegnehmen. Bracket umgebaut, Adam ruft den Scuteneering Typen an und lässt alles erneut abnehmen. Ich darf weiterfahren!
War am Freitag aber schon so spät, dass ich keine Lust mehr zum fahren hatte. Sonnabend hatten wir dann noch 4 Qualliläufe, bin aber 1. geblieben, den rest hab ich mit den Eliminations wegebügelt. Schönes Gefühl.
Ganz lieben dank an meine Anni+Steffi und an Adam., bis gleich... Schuby.
PS: so und jetzt geh ich schlafen, gute Nacht".

   
03
May
2011

Granicas Oster und Ungarn Wochenende Review

Geschrieben von: Markus Münch | Kategorie: Teamreportagen

"Hallo Alle
Wir sind etwas geschafft nach 1 1/2 Wochen und ca. 4000 km Europareise wieder zu Hause angekommen.
Zunächst etwas zum Easter Thunderball.

PodPod

Es war ein Wochenende mit höhen und tiefen. Am Freitag im Qualifiyng waren wir mit einer 7,9 zwar gut qualifiziert, aber das Getriebe wollte nicht schalten. Nachdem wir am Freitag den Shifter und einige andere Teile der Schaltanlage getauscht hatten, wollten wir am Samstag noch einen Lauf probieren und falls es dann nicht gehen sollte den Motor tauschen. Beim ersten Lauf am Samstag schaltet das Getriebe ...

   
27
Apr
2011

Black Seven Racing Oster Rückblick

Geschrieben von: Markus Münch | Kategorie: Teamreportagen

Ostern ist vorbei, die Eier wurden hofentlich alle gefunden, Zeit zum kurz durchschnaufen. Nicht so für das Black 7 Nitro Racing Team. Zurück aus Pod, nach der ersten Ausfahrt mit dem Nitrobrenner wird sich schon wieder für die donnerstägliche Weiterreise nach Kunmadaras greüstet.
Stellt sich die Frage, mit welchen Erkenntnissen wird man nach UNgarn reisen? Christian, Fahrer des Teams hält uns da vorbildlich auf dem Laufenden. Prinzipiell ist man sehr zufrieden mit der ersten Ausfahrt. Christian hat seine ersten Burnouts, Launches und Achtelmeilen Läufe hinter sich gebracht und " ich fühle mich sehr wohl auf dem Bike. Es ist alleine schon von den Vibrationen etwas ganz anderes als das Funnybike. Bei den Burnouts fühle ich mich bereits sicher, nun geht es daran die 60 Fuß Zeiten, die 1/8 Meile Zeiten und dann natürlich die Abstimmungen für die Fullpasses zu 100% zu finden", so Christian.

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Noch hat das Bike unter dem neuen Team noch keinen kompletten Lauf auf die Bahn gebrannt. Das liegt zum Einen daran, dass die Maschine ab der Achtelmeile noch dazu neigt, von der Ideallinie abzudriften. Das ist nichts ungewöhnliches, da muss das Fahrwerk noch fein getuned werden. Ähnliches hatte Günther Sohn zu zu berichten, als er das Bike neu aufbaute. Es wurde daraufhin komplett zerlegt, ...

   
14
Apr
2011

Marco Maurischat Saison Vorschau

Geschrieben von: Markus Münch | Kategorie: Teamreportagen

Marco Maurischat war 2010 der erfolgreichste deutsche Pro Mod Pilot in der FIA EM. Ein ausführlicher Rückblick auf 2010 und Vorschau auf 2011 lassen die Erwartungen auf die ende Mai in England beginnende FIA EM wachsen. Wir freuen uns, sind gespannt auf das was da passiert.

Marco MaurischatMarco Maurischat

Der Beschleuniger: "2010 hat deine Erwartungen wohl nicht ganz erfüllt (bei jeden Rennen qualifizieren und Runden machen) an was lag es genau, wie willst du / wollt ihr das 2011 abstellen"?

Marco: "Grundsätzlich hatten wir natürlich schon damit gerechnet das wir in der
FIA Wertung in die Top Ten fahren. Am Ende sind wir dann letztlich 12 ter
geworden, was ja auch nicht so schlecht ist. Wenn man schaut, sind vor uns...

   
10
Apr
2011

Black 7 Nitro Racing, Stand der Dinge

Geschrieben von: Markus Münch | Kategorie: Teamreportagen

Wir vom Beschleuniger sind vom „Black Seven Nitro Racing Team“ nach Monnem (Mannheim) eingeladen worden um zu bestaunen wie sich die Dinge in Sachen Top Fuel Racing entwickeln. Dankend nehmen wir die Einladung an und staunten nicht schlecht, was sich seit letzter Saison so alles getan hat. Hier geht es zu den Bildern.

Der neue Trailer ist nahezu fertig, das Vorzelt wurde angepasst, so kann er die vielen Kisten an Equipment und natürlich das Fuel Bike komfortabel aufnehmen.

Black 7 TrailerBlack 7 Trailer

Was sofort ins Auge springt ist die großartige Folienbeklebung des Trailers. Das Bike strahlt über dessen komplette Länge und wird auf jeder Fahrt von oder zu einem Rennen den restlichen Verkehrsteilnehmern signalisieren was hier Sache ist. NITRO DRAGRACING.

 Black 7Black 7

Dieser professionelle erste Eindruck zieht sich durch die gesamte Operation. Das komplette Team war damit beschäftigt sich gewissenhaft auf die neue Aufgabe vorzubereiten. Günther Sohn und sein Mechaniker Mathias vom G+R Racing Team waren anwesend und sind zusammen mit dem Black Seven Team die einzelnen Schritte beim einsatzbereit machen des Bikes durchgegangen. Konzentriert wurde geschaut, gelauscht, notiert, selbst ausprobiert. Nitro mischen, Zündung prüfen, Druckluft auffüllen, der Umgang mit diversen Spezialwerkzeugen und als Höhepunkt dann zwei Warm Ups des Bikes. Es gibt viele Abläufe, die beim Funnybike im Schlaf gesessen haben. Diese Routine muss sich mit dem neuen Fahrgefährt erste einstellen. Abläufe, was wird wann erledigt, welches Werkzeug benötigt man dafür, das waren alles Fragen, auf die Antwortungen und Lösungen gefunden wurden.

Black 7Black 7

Das erste Warm up führte Günther und Mathias durch, erklärten die Abläufe und das Team der Black Seven nahmen  alles auf. Dies war das erste Mal, dass das Bike seit den Nitros Hockenheim 2010 angeworfen wurde, damals wurde die feierliche Übergabe zelebriert (wir berichteten).

 _MG_7388_MG_7388

Nach dem Warm Up ist vor dem Warm Up und so wurde den Abläufen zur erneuten Vorbereitung aufs anlassen wie Leitungen leeren, durchkurbeln, ausdampfen lassen ganz praktisch durchgegangen. Das zweite Warm up wird nun vom Black Seven Team selbst durchgeführt. Konzentriert, mit dem gebotenen Maß an Respekt vor der Materie vorbereitet und letztendlich der Starterwagen aufgesteckt und das Nitro Bike angefeuert. Satt, böse, so klingt es wenn 800 PS zum Leben erwachen. „Das sind schon ganz andere Vibrationen als beim Funnybike“ weiß Fahrer Christian Jäger zu berichten. Kurz den Gashahn aufgerissen und der Boden bebt. So wächst das Bike Schritt für Schritt in die Hände der neuen Verantwortlichen hinein.

 Black 7Black 7

Das wird sich an Ostern in Santa Pod fortsetzen wenn das Team auch noch von Günther betreut wird. Seine Erfahrungen mit der Materie und dem Bike an sich sind sehr hilfreich um zügig zu einer guten Routine zu kommen. Seine ruhige und sehr bedachte Art lässt das Black Seven Nitro Racing Team bestimmt schnell in diese Aufgabe hineinwachsen.

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Zum Thema Professionalität ist noch anzumerken, dass das optische Auftreten des Teams sehr geschlossen und High End mäßig wirkt. Eine Sponsorenpräsentation vom Feinsten wurde über Winter erstellt, ebenso wird in Naher Zukunft ein Energy Drink mit Bezug zum Nitro Bike Team vom Gremium MC vorgestellt. Auch das bereits existierende Black Seven Bier wird in Richtung des Racing Teams umgestaltet.

 Black 7Black 7

Was bleibt unter dem Strich nach dem Besuch hängen? Das Team präsentiert sich auf sehr hohem Niveau. Nicht der kleinste Hauch von chaotischer Bastelbude wird einem Vermittelt, das komplette Gegenteil ist der Fall. Das Team geht sehr konzentriert an die neuen Aufgaben heran. Das Bike ist ein sehr schnelles, das hat Günther Sohn bewiesen. Das Team spielt im ersten „Lehrjahr“ die Erwartungen herunter. Man sollte sich aber nicht wundern, wenn im Laufe der Saison einige Ausrufezeichen gesetzt werden. Für die Zukunft ist mit diesem Team auf jeden Fall stark zu rechnen. Sie wollen oben mitfahren, das ist erklärtes Ziel. Wir drücken die Daumen für die ersten Läufe und freuen uns auf ein Wiedersehen beim Main Event in Santa Pod.

Black 7Black 7

Markus Münch

Text und Bilder

   

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