02
Jun
2014

Rennberichte

GN Bechyne 2014 Teil 1

Grand Nationals Bechyne /CZ 31.5.-1.6. 2014

Weltbestzeit, Streckenrekord, jede Menge Bruch und durchwachsenes Wetter. Das beschreibt die 2014er Grand Nats der MSTO und den Predators recht genau. Donnerstag, bei Dauerregen, war es unmöglich die Strecke zu präparieren. Damit konnte man erst gegen Freitagmittag beginnen. Freitagabend gab es dann bis 20.00 Uhr noch freies Fahren. Samstag gab es zwei Qualirunden, Runde drei wurde durch Regen unterbrochen und am Sonntagmorgen fertig ausgetragen. Danach gab es ein Rennen bis die Sieger feststanden.

Nach dem letztjährigen Rain out war die Strecke nur noch marginal „gummiert“ und um jedes bisschen des Schwarzen Goldes dankbar. Golddust, Gummischlitten und Kleber kamen ab und an auch zum Einsatz. Die meisten kamen mit der Bahn klar.

Zu den einzelnen Klassen:

Super Pro ET: 13 Fahrzeuge auf dem Platz, 11 davon haben eine Qualizeit hingelegt. Frank Richter mit dem Duster hatte schon vor dem Rennen Pech. Bei einem Warm up hat ein Zylinder nur noch Nebel produziert, der Fehler wurde eingegrenzt und das Team hat beschlossen den Schaden zu Hause zu beheben. Tom Winter mit der Corvette schraubte ebenfalls lange (den unter Hilfe von diversen anderen Teams…) und konnte nur den Qualilauf am Sonntag bestreiten. Leider bekam er nach dem Burnout den Rückwärtsgang nicht hinein und konnte somit keinen Lauf absolvieren. Robert Gassner ist auf Rang 1 der Quali, mit + 0.009 Sek. über Dial in. Zweiter ist Andre Müller (+ 0.026 Sek.) und Dritter ist Mike Bruckmüller mit + 0.075 Sekunden über Dial in. Dann gab es viel Bruch. Man startete mit 11 Fahrern im 16er Feld. Leider schlug der Defektteufel gnadenlos zu. Die Ausfallliste: Rene Kloss, Probleme mit dem Öldruck. Bruckmüller Mike, Getriebeausgangswelle abgeschert. Flo Ubel, Probleme mit dem Wandler.

In Runde Eins kommt der Top Qualifyer mit einem Byerun weiter. Karl Heinz Kleider findet im Funnycar zwar keine Traktion, aber in dem Byerun den Weg in Runde Zwei. Bert Gorselitz steht mit Tereza Kucerikova an der Ampel. Er kommt mit einem 0.08 Sek. Licht weg, Thereza stirbt der Motor ab und sie steht machtlos an der Linie. Bert weiter in Runde Zwei. Andre Müller hat Jutta Winter an der Ampel mit einem 0.073er Licht (Reaktionszeit) und Jutta bricht in ihrem Lauf noch aus. Andre ist somit weiter. Sven Damms gewinnt gegen Rene Ehrismann, der seinen neuen (ex Henri Joosten Pro Mod Bel Air) die ersten Runs absolviert, weil der Schweizer Rot sieht.

In Runde Zwei tritt Karl Heinz Kleider nicht an und Robert Gassner hat erneut einen Byerun ins Halbfinale. Bert Gorselitz ebenfalls mit Byerun ins Halbfinale. Andre Müller setzt sich gegen den lachgasfahrenden Novatreter durch, Sven Damms mit Rotlicht, da macht es auch nichts, dass Andre um 12/100stel ausbricht.

Halbfinale: Robert Gassner bricht aus, kommt aber ins Finale da Bert Gorselitz ein Rotlicht fährt. Er hat die Flucht nach vorne gesucht, leider etwas zu früh. Andre Müller hat einen planmäßigen Byerun ins Finale… ABER. Nach dem Burnout schaltet er den Motor ab. „Ich hatte keinen Öldruck mehr.“ Was für ein Pech. Er hätte nur das grüne Licht auslösen müssen und wäre im Finale gestanden. Da er das aus eigener Kraft nicht konnte, ist das Rennen für ihn leider beendet.

Finale: Robert Gassner gewinnt durch einen Byerun. „Das ist schon blöd, so zu gewinnen“. Dem ist nur noch hinzuzufügen, dass Andres Ölpumpe abgerissen ist und er zum Glück den Motor gleich abstellte. Ebenso ist zu hoffen, dass die nächsten Rennen etwas mehr Spannung in sich tragen.

BechyneBechyne

Super Gas: Werner Zudrell hat einen Lagerschaden am Motor, der ihn schon vor der Quali zum aufgeben zwang. Vier Starter blieben Übrig und die beiden ersten aus der Quali treffen sich im Finale. Jan Hardekopf hatte aber alle Mühe mit Oskar Scappochin, bzw. hatte alle Karten in der Hand, nach dem er mit 0.036 Sek. von der Ampel losstürmte und der Italiener mit 0.165 Sek. Verspätung hinter herfuhr. Das Ding war klar, Hardekopf im Finale da Scappochin ihn nicht einholen konnte. Im Finale gegen Mike Poser macht er es mit einer 0.056 Sek. RT gegen 0.118 Sek. klar und gewinnt (wieder Mal, und wieder Mal verdient) die Klasse Super Gas.

Super Comp: 5 Fahrzeuge fahren im 4er Feld. Mexx im Mexxspeed Karmann Ghia setzt sich gegen Heinz Peter Amerer durch. Gerd Habermann gegen Jiri Bamberger, dessen Motor an der Startlinie abstirbt. Rainer Ziegler war nicht im Feld, er machte aber bei einem Testlauf in seinem Classic Slingshot Dragster eine sehr gute Figur, schnurgerade ging die Fahrt (nur die Zeit weiß ich nicht mehr). Im Finale gewinnt Gerd Habermann, da Mexx (Martin Friedschröder aus Wien) ausbricht. Dieses Ausbrechen brachte ihm aber noch mehr in Verzückung, als der Klassensieg. Er ist nämlich mit diesem Lauf Erbauer, Besitzer und Fahrer des Welt schnellsten Luftkühlers mit Lachgasaufladung. Da gibt es eine Bestenliste, die in den USA geführt wird, die er nun mit Vorsprung anführt. Dazu MeXX: „Es gibt ein weltweites Ranking von "Nitrous aircoold VW" mit Saisonbeginn 2014 war die Rangliste wie folgt: 1) Roger Crawford (US) 9.08 Sek. 2) Kris Laufer (US) 9.09 Sek. 3) MeXX (A) 9.105 Sek. Am 17.05 2014 bin ich in Kiskunlachaza (HU) als weltweit erster in die 8er Zeiten gefahren: 8.979 @ 249,27 Km/h. Eine Woche darauf ist Kirs Laufer 8.80 Sek. gefahren. Diesmal in Bechyne bin ich 8.733 @ 255.658 gefahren. Der Rekord ist wieder in Österreich und bei mir.“ Gratulation kann man dazu nur sagen. Gratulation auch an Gerd Habermann für seinen Sieg in der Klasse Super Comp.

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Pro ET - Runde 1: Holger Ekerst mit altem Eisen, das neu aufgebaut wurde (Tochter Darleen soll den Camaro 2015 bewegen) tritt gegen die mittlerweile weiße Nova von Eduard Hildebrand an und gewinnt locker an der Ampel und auf der Strecke. Vorwochensieger (Alkersleben) Thomas Helmbrecht hat mega Dusel. Er versemmelt den Start, RT von 0.196 Sek., Peter Städter jagt ihm hinterher und beide brechen aus, Peter aber mehr, somit ist Helmi weiter in Runde zwei. Robert Rauch gewinnt gegen Philipp Mäser (wobei ich mir nicht ganz sicher bin ob Philipp Mäser an diesem Wochenende der Fahrer der roten Nova war), der ein Rotlicht fährt. Martin Weikum gewinnt gegen Klassenrookie ANTON (aus Zweibrücken) Schneider. Anton bricht aus, da ihm Martin an der Ampel etwas Zeit abgenommen hat, die er hinten raus wieder gut machen muss. Pro ET Orga Battle. Jonny Niesner gegen Oli Krautberger. Krautberger seit Alkersleben nur am Schrauben, dreimal war der Motor auseinander und wieder zusammen. Er kam Samstagmittag, konnte (nach einigen Diskussionen) noch am letzten Qualilauf teilnehmen und sich ins Feld fahren. Motor läuft noch, Motor läuft zu gut. Krautberger bricht aus und Niesner ist weiter. Peter Birner im Superstocker Style Satelite hatte mega Respekt vor Lutz Schäres Fahrkünsten und wähnte sich als sicherer Verlier. Beim Lauf dann (Peter pennt zudem noch an der Ampel) bricht Lutz der Schalthebel und Birner fährt zum Rundensieg. Hätte er vorher nicht gedacht. Alex Mahl im Gremlin hat leichtes Spiel mit Skubowins, dessen Mustang nicht ganz an die 12 Sekunden Dial In Grenze herankommt.

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Runde 2: Holger Ekerst hat einen Byerun. Helmbrecht gewinnt gegen Robert Rauch, der mit argen Getriebeproblemen kämpft und nun nicht mehr wettbewerbsfähig schnell fahren kann. Jonny gewinnt gegen Martin Weikum, der ein Rotlicht fährt. Den Lauf wird er aber aus einem anderen Grund nicht so schnell vergessen. Ein Zylinder verabschiedet sich und seine Corvette steht kurzzeitig unter mords viel Rauch. Er kommt im Ziel zum stehen und ist ganz schön erschrocken über das was passiert ist. „Ich brauch jetzt erst mal die Woche um das zu verdauen, aber dann wird ich schon mal schauen wo es die Teile gibt, die ich benötige um wieder antreten zu können“. Jonny, zum Glück ist dir nichts passiert. Mahl gewinnt gegen Birner, der an der Ampel etwas schläft… das wird noch Mr. Piston.

Runde Drei. Helmbrechts gewinnt gegen Ekerst. Holgers Camaro macht nur einen Satz von der Startlinie und verschluckt sich dann und bleibt stehen. Alex Mahl hat einen Byerun, da Jonny mit kaputtem Motor und durchgeschütteltem Geist und Körper nicht antreten kann.

Finale: Mahl gegen Helmbrecht. Mahl mit Kirsche zum Dessert, das schmeckt dem Thomas Helmbrecht, somit siegt Thomas Helmbrecht zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochenenden und sammelt fleißig Punkte für die Pro ET Challenge.

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Das war es vorerst. Weitere Klassen folgen in den nächsten Tagen… ich muss jetzt erst Mal wieder meinem Dayjob nachgehen. Galerie (auch von Christoph Lange und seinem Kollegen) und nächster Bericht folgen am Freitag.

Markus Münch Text und Bilder


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